Staatliches Gymnasium Holzkirchen
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Was erwartet dich im Fach Geographie am Staatlichen Gymnasium Holzkirchen?

 
"Ich war in Erdkunde immer ganz schlecht". Ein häufig gehörtes Statement bei Kandidaten des Millionärsquiz etwa auf die Frage:

Ist das Geographie oder gehört dieses Stadt-Land-Fluss-Gefrage eher zum Repertoire von notorischen Besserwissern?

Der Geographie werden auch häufig Fragen nach dem höchsten Berg, dem größten See, der größten Stadt oder dem längsten Fluss zugeordnet. Topografische Superlative dieser Art stehen bei bestimmten Altersgruppen (etwa in der Unterstufe) hoch im Kurs. Und das ist auch gut so. Aber ist das alles? Was machen wir eigentlich in unserem Geographieunterricht?

Es geht um unseren Planeten Erde, den wir nach und nach untersuchen. Das macht man mit dem Modell des Globus´, mit Karten, dem Atlas und vielen anderen „geographischen Medien“ wie Bildern, Diagrammen, Schaubildern, Filmen oder Texten. Das Lernen und Entdecken mit diesen Medien, also die geographischen Arbeitstechniken, lernst du während deines Geographieunterrichts nach und nach kennen.

In der 5. Klasse beginnen wir mit einem Blick ins Sonnensystem und dann in die Gegenrichtung – ins Innere der Erde. Du lernst Kontinente und Ozeane genauso kennen wie die Orientierung auf Karten und in der Natur. Wir befassen uns auch mit der Frage nach dem Schutz unsres blauen Planeten.

Du begibst dich dann auf eine Reise durch Deutschland: Wir starten in Bayern, begreifen die Entstehung unserer Landschaft, besonders der Alpen und des Alpenvorlands. Auch die Großlandschaften Deutschlands lernst du kennen – übers Mittelgebirge bis zum deutschen Küstenraum.

Als nächstes untersuchst du den ländlichen Raum. Dabei betrachten wir Beispiele aus Bayern und Deutschland. Du erarbeitest dir, wo man welche Nahrungsmittel anbaut, um dann erklären zu können, warum das so ist. Und außerdem lernst du verschiedene Formen der Landwirtschaft kennen, aber auch die anderen Funktionen des ländlichen Raumes, z.B. die Erholung.

Schließlich begeben wir uns in die Stadt und untersuchen, wie eine städtische Siedlung aufgebaut ist, woran man ihre Entstehungsgeschichte erkennen kann und wie sich eine Stadt gliedern lässt.

In der 5. Klasse schreibt ihr eine einfach gewertete, 30minütige Kurzarbeit pro Halbjahr über einen begrenzten Stoffumfang. Daneben können auch kleine schriftliche Leistungsnachweise abgehalten werden. Für die mündliche Leistungsbewertung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein wichtiger Bereich sind die Unterrichtsbeiträge, also die Mitarbeit oder z.B. die Präsentation von Gruppenarbeitsergebnissen. Auch die vorbereitete mündliche Wiederholung des Stoffs der vorausgehenden Doppelstunde sowie Referate können in die mündliche Note einfließen.

In der Jahrgangsstufe 7 beschäftigen wir uns mit Europa.

Dabei erarbeiten wir uns über das Schuljahr hinweg ein kultur- und naturräumliches Orientierungswissen in Europa.

Ihr lernt die Grundzüge des Klimas in Europa und seine Bedeutung für die Vegetation sowie das Zusammenwirken der Naturfaktoren zu beschreiben und zu erklären. Eine wichtige Arbeitstechnik wird es dabei sein Klimadiagramme zu zeichnen und auszuwerten.

Eine wichtige Arbeitstechnik wird dabei sein, Klimadiagramme zu zeichnen und auszuwerten.

Anhand ausgewählter Beispiele in Europa beschäftigen wir uns mit folgenden thematischen Schwerpunkten: Vulkanismus und Erdbeben, Meere und Küstenräume, intensive und extensive Landnutzung, Industrie- und Verdichtungsräume sowie Tourismus.

Maßnahmen zum Natur- und Umweltschutz auf europäischer Ebene interessieren uns genauso wie Formen politischer und wirtschaftlicher Kooperation in Europa z. B. beim Thema Energie.

Schließlich untersucht ihr in Gruppen über das Schuljahr hinweg jeweils ein ausgewähltes europäisches Land anhand von Leitfragen um ein Portrait des Landes zu erstellen. Zielsetzung ist die Präsentation der Gruppenergebnisse. Dabei sollt ihr zunehmend selbständig lernen Informationen z. B. aus dem Internet gezielt auszuwählen, zu bearbeiten, zu bewerten und vorzustellen. Auch die Kartenarbeit und die Auswertung von Diagrammen werden weiter geübt.

Auch in der Jahrgangsstufe 7 schreibt ihr eine Kurzarbeit pro Halbjahr, die doppelt gewertet wird. Daneben können auch kleine schriftliche Leistungsnachweise abgehalten werden. Diese sind entweder angekündigt und dann verpflichtend oder aber nicht angekündigt, wobei dann die Leistungseinbringung freiwillig bleibt.

Für die mündliche Leistungsbewertung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein wichtiger Bereich sind die Unterrichtsbeiträge, also die Mitarbeit oder z.B. die Präsentation von Gruppenarbeitsergebnissen. Auch die vorbereitete mündliche Wiederholung des Stoffs der vorausgehenden Doppelstunde sowie Referate fließen in die mündliche Note mit ein.

In der 8. Klasse lernen wir den Naturraum der Tropen und ariden Subtropen kennen.

Wir beschreiben die Ökosysteme der tropischen Regenwälder, der Savannen und Wüsten anhand ihrer typischen Klima- und Vegetationsmerkmale. Dabei lernen wir auch, welche Formen der wirtschaftlichen Nutzung diese Räume prägen und welche Auswirkungen das haben kann.

Landeskundlich gesehen behandeln wir Beispiele aus den Kulturerdteilen des Orients, Schwarzafrikas und Lateinamerikas. Dabei setzen wir uns viel mit Entwicklungsproblemen und Entwicklungschancen in diesen Räumen auseinander und verstehen, wie wichtig ein verantwortungsbewusster Umgang mit Ressourcen, nachhaltige Entwicklung und internationale Zusammenarbeit sind.

Wie bereits in der 7. Klasse arbeiten wir wieder viel mit dem Atlas, wir werten Klima- und Vegetationskarten aus, analysieren Modelle und Diagramme und nutzen das Internet um relevante Informationen auszuwählen, zu strukturieren und zu präsentieren.

Neu für euch wird sein, dass wir in Geographie dieser Jahrgangsstufe ausgewählte Module, thematisch und zeitlich begrenzt, in Englisch unterrichten wollen. Im bilingualen Fachunterricht ist die Fremdsprache dabei die Arbeitssprache, sozusagen „Mittel zum Zweck“. Konkret bedeutet das, dass wir Inhalte anhand englischer Materialien (Texten, Karten, Diagrammen) erarbeiten und dabei auf Englisch kommunizieren. Auch wenn dabei die geographischen Inhalte im Vordergrund stehen, so gewinnt ihr zusätzliche Lernzeit in Englisch, erweitert euer Vokabular und stärkt euer Selbstvertrauen zur Kommunikation in der Fremdsprache.

Im Zusammenhang mit einem bilingualen Modul ist auch eine  Leistungseinbringung in Englisch möglich und sinnvoll, bei der Bewertung der mündlichen und schriftlichen Leistungen gilt aber „Inhalt vor Sprache“.

Auch in der Jahrgangsstufe 8 schreibt ihr eine doppelt gewertete Kurzarbeit pro Halbjahr, diese bezieht sich inhaltlich auf eine in Deutsch unterrichtete Stoffeinheit und wird dementsprechend natürlich auf Deutsch abgehalten.

Für die mündliche Leistungsbewertung gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein wichtiger Bereich sind die Unterrichtsbeiträge, also die Mitarbeit oder z.B. die Präsentation von Gruppenarbeitsergebnissen. Auch die vorbereitete mündliche Wiederholung des Stoffs der vorausgehenden Doppelstunde sowie Referate fließen in die mündliche Note mit ein.

In der Jahrgangsstufe 10 befassen wir uns mit Gemeinsamkeiten und Unterschieden von Entwicklungswegen ausgewählter Schwellen- und Industrieländer.

Mit Indien und China vergleichen wir zwei neue Wirtschaftsmächte, die sehr große regionale und soziale Entwicklungsunterschiede aufweisen.

Blickend auf den zirkumpazifischen Raum erwerbt ihr Kenntnisse über plattentektonische Vorgänge und deren Auswirkungen auf den Menschen. Anhand des Beispiels von Japan, Australien und ausgewählten südost-asiatischen Schwellenländern lernt ihr unterschiedliche Wege der wirtschaftlichen Entwicklung kennen.

Weiterhin erarbeitet ihr euch, wie sich die USA durch die Nutzung ihres naturräumlichen Potentials und durch die gesellschaftlichen und politischen Strukturen zur führenden Weltwirtschaftsmacht entwickelt haben.

Am Beispiel Russlands seht ihr Chancen und Probleme, die sich für einen Staat ergeben, der sich in einem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruch befindet.

Es werden die Dimensionen der Globalisierung sowie die damit verbundenen globalen Herausforderungen deutlich.

Auch vertiefen wir geographische Arbeitstechniken zur Informationsbeschaffung und -verarbeitung.

In der 10. Klasse wird wie in den vorausgehenden Jahrgangsstufen eine doppelt gewertete Kurzarbeit pro Halbjahr abgehalten.

In der 11. Jahrgangsstufe beschäftigen Sie sich mit den Klimazonen der Erde.

Es werden global bedeutende Klimaphänomene, z.B. die El-Nino-Zirkulation, analysiert und zwei wichtige Ökosysteme (Tropen, kalte Zonen) vor dem Hintergrund des menschlichen Einflusses auf diese Systeme betrachtet.

Auch Eingriffe des Menschen in die Umwelt und ihre Folgen spielen eine zentrale Rolle im Lehrplan der 11. Jahrgangstufe. Sie werden sich mit verschiedenen Rohstoffen und deren Nutzbarkeit beschäftigen, wobei es auch um die Herausforderung einer nachhaltigen Ressourcennutzung gehen wird. Dabei gewinnen Sie zunehmende Einblicke in die tiefgreifenden Auswirkungen des menschlichen Handelns auf Klima und Umwelt.

Sie werden sich intensiv mit aktuellen Satellitenbildern, umfangreichen Diagrammen oder Kausalprofilen auseinandersetzen und nach eigener Recherche auch eigene Kurzvorträge halten. 

Die Möglichkeiten der Vorhersage oder Prävention von Naturkatastrophen sowie der Alpenraum im Spannungsfeld zwischen Nutzbarkeit und Verwundbarkeit werden ebenfalls Thema sein.

 

In der 12. Jahrgangsstufe richten Sie Ihren Blick zunächst auf unsere „Eine Welt“. Aufbauend auf Unterrichtsinhalten der 8. und 10. Jahrgangsstufe gliedern Sie die Staaten der Erde in verschiedene Entwicklungsstadien, hinterfragen deren Ursachen und beschäftigen sich mit typischen Problemfeldern der Bevölkerungs- und Stadtgeographie.

Der länderübergreifende Handel und die zunehmende internationale Verflechtung sind für ein grundlegendes Verständnis der Globalisierung von großer Bedeutung. Der Tourismussektor ist seit jeher eine globalisierte Branche, und nun sind auch zahlreiche Unternehmen längst global organisiert. Sie lernen diese Strukturen und deren Auswirkungen anhand von aktuellen Daten kennen und ihre Auswirkungen einzuordnen.

Zum Abschluss Ihrer geographischen Schulbildung beschäftigen Sie sich nochmals mit Deutschland. Hier erkennen Sie die Raumwirksamkeit des demographischen Wandels, bewerten (neue) Freizeitangebote und analysieren wirtschaftliche Disparitäten in Ihrem Heimatland.

Ihre in den vorangegangenen Jahrgangsstufen erworbenen Methodenkompetenzen vertiefen Sie durch die Anwendung in sämtlichen Themenbereichen weiter, um schließlich eigenständig geographische Problemstellungen, z.B. im mündlichen oder schriftlichen Abitur, bewältigen zu können.

 
Von uns verwendete Lehrwerke:

  • 5. Klasse: „Diercke Geographie 5“
  • 7. Klasse: „Terra 7“,
  • 8. Klasse: „Seydlitz Geographie 8“ sowie „Diercke Geography for bilingual classes Volume 1“ und „Terra Geography - Global Environments and Climatic Regions“
  • 10. Klasse: „Terra 10“.

Eine wichtige Arbeitsgrundlage in allen Jahrgangsstufen ist der Diercke bzw. Haack-Weltatlas.

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