Staatliches Gymnasium Holzkirchen
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Was erwartet dich im Fach Deutsch am Staatlichen Gymnasium Holzkirchen?
 

Dem Fach Deutsch kommt im gymnasialen Fächerkanon eine besondere Bedeutung zu. Dies findet nicht nur Ausdruck in der Tatsache, dass Deutsch in allen gymnasialen Zweigen in sämtlichen Jahrgangsstufen mit mindestens drei Unterrichtsstunden vertreten ist, und von allen Schülerinnen und Schülern als schriftliches Abiturfach belegt werden muss. In deutscher Sprache finden die allermeisten Unterichtsstunden statt, ebenfalls werden ganz überwiegend deutsche Texte in schriftlichen Leistungserhebungen erwartet. Ihre sichere und möglichst gewandte Beherrschung spielt schließlich auch im täglichen Leben unserer Schülerinnen und Schüler eine große Rolle, ist Grundlage der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und sicherlich auch eine der wichtigsten “Visitenkarten”, mit der wir uns anderen präsentieren. Im Lehrplan des Faches spiegeln sich sämtliche Bedeutungsfacetten.
 

Am Staatlichen Gymnasium Holzkirchen können die Schülerinnen und Schüler bereits in der fünften Jahrgangsstufe in drei unterschiedlichen Schulaufgabenarten zeigen, was sie in der unterrichtlichen Vorbereitung, aufbauend auf das in der Grundschule Vermittelte, gelernt haben. Während in früheren Jahren das Erlernen von Aufsatzarten wie “Erzählung” “Bericht”, oder “Beschreibung” im Vordergrund stand, spricht die moderne Didaktik lieber von Kompetenzen. So lernen die Schülerinnen und Schüler im Wortsinne nicht mehr, wie man eine “Erzählung” oder einen “Bericht”, vornehmlich im schulischen Kontext zu schreiben hat, sie lernen in der 5. Jahrgangsstufe Erzählen und Berichten, in der 6. Jahrgangsstufe zusätzlich Beschreiben. Das ist mehr als bloße Wortklauberei. Die Schülerinnen und Schüler sollen erkennen, wie man Sprache zur Erreichung unterschiedlicher Zielsetzungen eben unterschiedlich einsetzt, in unserem Zusammenhang also um zu unterhalten bzw. zu informieren.

Ein besonderer Schwerpunkt des Deutschunterrichts der 5. Jahrgangsstufe an unserem Gymnasium liegt zudem auf der Festigung und dem Ausbau grammatikalischen Sprachverständnisses; die Kinder lernen schlicht, wie Sprache funktioniert. Dieses Wissen erst erlaubt nach unserer Überzeugung auch ein sicheres Verwenden. Gleichzeitig unterstützt hier der Deutschunterricht ganz bewusst den Fremdsprachenerwerb. Am Ende der fünften Jahrgangsstufe zeigen die Schülerinnen und Schüler ihr Können in einer Schulaufgabe mit den Bereichen “Textverständnis”, “Ausdrucksfähigkeit”, “Grammatik” und “Rechtschreibung”. In der sechsten Jahrgangsstufe sind dies die Themen der Jahrgangsstufentests am Schuljahresanfang und Ende.

Das Arbeiten alleine sowie in unterschiedlich zusammengesetzten Gruppen, Arbeitsorganisation, Zeitmanagement, Verwendung von Hilfsmitteln sowie das gekonnte Präsentieren von Ergebnissen mit und ohne PC gehören zu weiteren wichtigen Kompetenzen, die vermittelt und eingeübt werden, besonders intensiv im Rahmen der Lektürearbeit.

Die Klassenbesten der 6. Jahrgangsstufe nehmen am jährlich bundesweit an vielen Gymnasien ausgerichteten “Vorlesewettbewerb” teil. Der Umgang mit dem zur Steigerung der Rechtschreibleistung besonders geeigneten Werkzeug “Orthografietrainer”, der als individualisierter, internetgestützter Coach auf die jeweils gezeigten Schwächen der Schülerinnen und Schüler reagiert, immer neue Übungsaufgaben vorlegt, Regeln und Verbesserungen zeigt und solcherart mit den immer sichereren Leistungen bis hin zu Oberstufenniveau wächst, ist ebenfalls steter Begleiter der Unterrichtsarbeit.

So wie die beiden vorhergehenden, bilden auch die 7. und 8.Jahrgangsstufe eine thematische Einheit, die nunmehr aber bereits auf die in der Oberstufe zentralen Kompetenzen weist. Das Zusammenfassen poetischer und sachlicher Texte sowie einfaches Argumentieren und Erörtern, zunächst ausschließlich im Zusammenhang mit Themen, die der erfahrbaren Lebensumwelt der Schülerinnen und Schüler entnommen sind, bilden die Grundlage der schriftlichen Leistungserhebungen. Sie bereiten das Erschließen, Analysieren und Interpretieren von Texten sowie das Erörtern komplexer Zusammenhänge vor. Insofern kommt der unterrichtlichen Arbeit in diesen beiden Jahren eine nicht zu überschätzende Bedeutung zu. In der 8.Jahrgangsstufe ist zudem eine Unterrichtsstunde als Schulaufgabe zu protokollieren.

In der 7. Jahrgangsstufe beginnt auch die systematische Beschäftigung mit der deutschen Literaturgeschichte, ausgehend von Mittelalter und Barock, stets in Bezug auf und unter Einbindung zeitgenössischer Texte, auch von Jugendbücher. Im Fokus steht die Erkenntnis, dass es eigentlich immer die gleichen Themen und Fragestellungen sind, die Menschen zum Schreiben bringen, Themen, die auch uns heute, Erwachsene wie Jugendliche, umtreiben.  

Ein weiterer Schwerpunkt ist Medienerziehung, sowohl in fachspezifischem wie auch in einem unfassenderen Sinne. Hier geht es um die verantwortungsvolle, das heißt insbesondere kritische und zielgerichtete Verwendung einer Vielzahl von Medien, ausgehend von der Vielfalt der Zeitungs- und Zeitschriftenliteratur bis hin zum Internet.  

Die Unterrichtsinhalte der 9.Jahrgangsstufe bauen lückenlos auf den in den Jahrgangsstufen 7 und 8 vermittelten auf. Das Erschließen poetischer sowie sachlicher Texte steht dabei ebenso im Mittelpunkt wie die argumentative Auseinandersetzung mit Themen aus dem, wie es im Lehrplan heißt, „weiteren Erfahrungsbereich“ der Schülerinnen und Schüler. Die Themen werden, vielleicht noch prägnanter formuliert, komplexer, facettenreicher und damit letztlich natürlich auch interessanter.

Neben einer weiteren Vertiefung der Analyse des grammatikalischen Funktionierens unserer Sprache sowie stilistischen Möglichkeiten ihrer Verdichtung liegt ein Schwerpunkt der Unterrichtsarbeit auf der rhetorischen Praxis. Die Schulaufgabenform der „Debatte“, die erstmals eingeübt wird, trägt der zunehmenden Bedeutung der Mündlichkeit, wie sie im Fremdsprachenerwerb schon seit längerem gang und gäbe ist, ebenso Rechnung, wie der im Vergleich zu Unter- und Mittelstufe größeren Bedeutung mündlicher Noten in der Oberstufe.

Medien und ihre Nutzung bleiben, wie in den vorangegangenen Jahrgangsstufen auch, Thema des Deutschunterrichts, ebenso die Auseinandersetzung mit Grundfragen menschlicher Existenz, die im Spiegel zweier Ganzschriften des 19. und 20.Jahrhunderts beleuchtet werden. Ein kurzer Blick in die dem Lehrplan beigefügten Literaturvorschläge, die von Schillers „Der Verbrecher aus verlorener Ehre“, über Storms „Schimmelreiter“, Remarques „Im Westen nichts Neues“, bis zu den Utopien Bradburys und Orwells reichen, zeigt, dass sich den jungen Erwachsenen hier ebenso wie ihren Lehrkräften überaus reizvolle Herausforderungen stellen.

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